Adler, Pelikane und Flamingos am Kerkinisee

Griechenland: 7-tägige Herbstreise in Nordgriechenland

Der Kerkinisee im Norden Griechenlands ist nicht nur eines der wichtigsten Rastgebiete für nordische oder sogar arktische Zugvögel, sondern auch Winterquartier für seltene oder vom Aussterben bedrohte Arten. So überwintert die größte Zwergganspopulation Europas am See. Ebenso Schelladler und Schwarzstörche. Daneben bilden Krauskopfpelikane, Flamingos und Löffler einen interessanten Kontrast.

Vor der Küste im Golf von Saloniki überwintern Schwarzhalstaucher. Viele Wat- und Entenvögel nutzen die ehemaligen Salinen und das Aksiou-Schutzgebiet. In der kleinteiligen Landschaft lassen sich zudem zahlreiche Kleinvögel beobachten, die Mittel- und Osteuropa schon längst verlassen haben.

Unsere Basis liegt in einem kleinen Dorf unterhalb des mächtigen Belesgebirges, inmitten einer abwechslungsreichen Kulturlandschaft und nahe am See. Hier wollen wir uns bei mildem Wetter nicht nur an der schönen Landschaft erfreuen, sondern auch die traditionell herzliche griechische Gastfreundschaft genießen. Unterstützt wird unsere Reise durch junge Ornithologen, die sich sehr intensiv für den Schutz des Kerkinisees und den darin vorkommenden Vogelarten einsetzen.

Tag 1

Anreise nach Thessaloniki – Fahrt zum Kerkinisee

Wir fliegen zunächst nach Thessaloniki und werden hier durch unsere griechisch-deutsche Reiseleitung begrüßt. Bei unterschiedlichen Ankunftszeiten unternehmen wir eine erste Beobachtungstour am nahegelegenen Mittelmeer oder in den Salinen. Anschließend fahren wir zum Hotel „Limneo“ nach Chrysochorafa am Kerkinisee. Nach Ankunft und Bezug der Zimmer, verschaffen wir uns einen ersten Eindruck von der Landschaft in der Umgebung des Dorfes, in dem es mehr Steinkäuze zu geben scheint, als Einwohner. Das Abendessen bekommen wir in einer traditionellen Taverne serviert.

Tag 2

Zwerggänse, Schelladler und Blutspecht

Den ganzen Tag über sind wir am Kerkinisee unterwegs. Die wattähnlichen Überschwemmungsflächen, die vom Deich aus gut einsehbar sind, bieten einen atemberaubenden Anblick, denn viele tausend Flamingos, Säbelschnäbler und Enten (Löffel- und Spießenten) halten sich hier zur Nahrungssuche auf. Oft stehen sie dicht mit Löfflern, Braunen Sichlern, Silber- und Seidenreihern zusammen. Immer wieder fliegen Krauskopfpelikane elegant, mit nur wenigen Flügelschlägen flach über das Wasser. Auf Wiesen sind die ersten nordischen Gänse anzutreffen, darunter dutzende Zwerggänse, die hier als größte Winterpopulation Europas rasten. Aus sicherer Entfernung wollen wir diese lebhafte Gans beobachten, aber doch so nah, um sie an ihren charakteristischen Merkmalen zu erkennen.

In der Mittagsthermik lassen sich Schelladler und Schwarzstörche beobachten. Für Schelladler ist der Kerkinisee eines der wichtigsten Überwinterungsgebiete in Griechenland. Daneben erwarten wir weitere Greifvogelarten, wie Korn- oder sogar Steppenweihe, Sperber und Wanderfalke. Am Nachmittag beobachten wir am Fuße des Belesgebirges und suchen hier nach Zaunammer und der nicht immer einfach zu entdeckenden Balkanmeise. Sehr wahrscheinlich ist die Beobachtung des Steinadlers, der im unzugänglichen Gebirge seine Bahnen zieht.

Tag 3

Kerkinisee

Am nächsten Tag sind wir am Westufer des Sees unterwegs. Hier können wir viele Krauskopf- und Rosapelikane sehen. Da auf dem Gewässer zwischen Fischern und Fisch fressenden Vögeln Frieden herrscht, haben die Pelikane nur eine geringe Fluchtdistanz und können aus wenigen Metern Entfernung beobachtet und fotografiert werden. Für die Krauskopfpelikane ist der See einer der wichtigsten Brutplätze in Europa. Der See ist zudem Nahrungsgebiet für die kleine Zwergscharbe. Wenn es die Verhältnisse auf dem See zulassen, unternehmen wir eine Bootsfahrt. Längere Zeit wollen wir uns in der langsam mit Platanen, Christusdorn und mediteranen Eichen zuwachsenden hügligen Kulturlandschaft aufhalten. Hier treffen wir auf Kernbeißer, Stieglitze, Grün- und Bergfinken, Singdrosseln und Laubsängern (Zilpzalp, Fitis). Der Westdeich hinter dem Dorf Kerkini ist immer gut für die Beobachtung von Wildkatzen. Von hier aus, sind verschiedene Entenarten auf dem See zu sehen. Zwischen den Reiher-, Tafel, und Spießenten sind auch etliche Moorenten vergesellschaftet. An den Ufern halten sich große Schwärme von Alpenstrandläufern, sowie einzelne Dunkle Wasserläufern und Brachvögel auf, immer wieder aufgeschreckt von jagenden Wanderfalken, Habichten oder Sperbern.

Tag 4

Kolochori- Salinen und Aksiou-Flussdelta am Meer

An diesem Tag fahren wir in die Kolochori- Salinen von Thessaloniki und später ins Aksiou-Schutzgebiet. In den nahrungsreichen Schlickflächen der Lagune halten sich neben Flamingos, auch eine Vielzahl an Watvogelarten (Alpenstrandläufer, Rotschenkel, Kiebitzregenpfeifer, Zwergstrandläufer, Temminckstrandläufer, Steinwälzer) auf. Am Meer erwarten wir Dünnschnabel- und Schwarzkopfmöwen, sowie Brandseeschwalben. Im flachen Wasser des Makedonischen Golfs sind Schwarzhalstaucher und Krähenscharben zu erwarten. Zudem können wir Mittelsäger sehen. In der kleinbäuerlich strukturierten Landschaft hinter dem Deich, ziehen Erntereste riesige Scharen von Weidensperlingen an. Unser Weg führt uns weiter in den „Axios-Loudias-Aliakmonas-Nationalpark“, einem Flussdelta am Meer. Mit etwas Glück entdecken wir Triele auf umgebrochenen Feldern, sicher aber werden wir verschiedene Greifvogelarten (Fisch-, Schelladler, Kornweihe, Merlin) sehen.

Tag 5

Flussauen und artenreiche Kulturlandschaft

Entlang der bulgarischen Grenze verläuft ein Fluss, dessen Ufer von uralten Silber- und Schwarzpappeln gesäumt wird. Hier suchen wir nach Spechten (Blut-, Mittel, Klein-, Grün- und Grauspecht). In den mangrovenartigen Wäldern kommen auch Schwanzmeisen und der Seidensänger vor. Am Nachmittag wollen wir am Strymonas und noch einmal Kerkinisee beobachten. In den Schilfdickichten halten sich Mariskenrohrsänger und die Zwergdommel auf. Immer wieder jagen Eisvögel über den See. An den Gewässerrändern suchen Waldwasserläufer, Bekassinen, Berg- und Wiesepieper nach Nahrung. Im Wasser schwimmen Nutrias und Wasserschildkröten.

Tag 6

Vögel in der Felslandschaft

Heute besuchen wir eine byzantinische Burg nahe des Ortes Sidirokastro. In einer malerischen Kulisse wollen wir Felsenkleiber, Samtkopfgrasmücke, Steinsperling und Blaumerle finden. Sehr wahrscheinlich jagen noch Alpen- und Fahlsegler oder Felsen- und Rötelschwalben an den steilen Klippen nach Insekten. Gleich hinter Sidirocastro liegt eine bizarre Felslandschaft inmitten von Kiefernwäldern und Weinanbaugebieten. Immer wieder konnten wir hier Adlerbussarde sehen. In stillgelegten Steinbrüchen wollen wir einige Zeit verbringen um Mauerläufer und Alpenbraunelle zu finden. Hierfür benötigen wir etwas Geduld. Für die Beobachtung des scheuen Steinhuhns brauchen wir dazu noch etwas Glück.

Tag 7

Vormittagsexkursion und Heimreise

Nach dem Frühstück verabschieden wir uns vom Kerkinisee, wollen aber die zur Verfügung stehende Zeit auf dem Weg nach Thessaloniki nutzen, um weitere Naturräume aufzusuchen. So sind die Salinen bei Angelochori immer gut für Teichwasserläufer, Grünschenkel und Sichelstrandläufer. Von hier aus fahren wir zum Flughafen und treten unsere Heimreise an.

Reisetermin

  • 10.10. – 16.10.2021
  • 17.10. – 23.10.2021

Leistungen

  • Flug ab/ bis Frankfurt in der Economy-Class (andere Abflughäfen auf Anfrage, ggf. mit Aufpreis)
  • 6 Übernachtungen in Mittelklassehotels (Landeskategorie)
  • Halbpension
  • Alle Transferfahrten vor Ort im Kleinbus
  • Bootstour
  • sämtliche Eintrittsgelder in Schutzgebiete und Nationalparks
  • Professionelle, deutschsprachige und landeskundige Reiseleitung
  • Artenliste
  • Reisebericht

Nicht enthalten

  • Nicht erwähnte Verpflegung
  • Persönliche Ausgaben & Trinkgelder
  • Rail & Fly Ticket
  • Reiseversicherung ERV-Reiseschutz

Reisepreis

  • 1.760,00 EURO pro Person im Doppelzimmer
  • 1.880,00 EURO pro Person im Einzelzimmer

Zusatzleistungen

Hinweise

  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • maximale Teilnehmerzahl: 12 Personen
  • Aufpreis bei 6-8 Teilnehmern: + 100,00 Euro pro Person
  • Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20 %
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 28 Tage
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann BaltikumNaturReisen bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an. Auch wenn die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird, versuchen wir die Reise durchzuführen. Wir bitten Sie dann, sich an den Mehrkosten (100,- EUR/Person s.o.) zu beteiligen.
  • Sollte nur ein Platz zum Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl frei sein und die Buchung von zwei Personen gemeinsam eingehen, werden wir die Gruppengröße um eine Person erweitern.

Anforderungen der Reise

Gering, Wanderungen bis 5 km.

Ausrüstung

  • Flugtickets
  • gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • warme Kleidung (auch Mütze, Handschuhe und dicke Socken!) und Regensachen
  • festes Schuhwerk und Hausschuhe
  • kleine Reiseapotheke
  • Fernglas und (wenn möglich) Spektiv
  • Bestimmungsbuch – wir empfehlen: Svensson et al. – Der neue Kosmos Vogelführer [2011]
  • oder Lars Jonsson – Die Vögel Europas [1992], beide im Kosmos-Verlag erschienen.

Gruppengröße und Mindestteilnehmeranzahl

Wir legen besonderen Wert auf Reisen in kleinen Gruppen. Bei allen Reisen ist die minimale und die maximale Teilnehmerzahl angeführt. Die Mindestteilnehmerzahl ist bis 3 Wochen vor Reisebeginn zu erreichen. Auch wenn diese Zahl nicht erreicht wird, versuchen wir die Reise durchzuführen. Wir bitten Sie dann, sich an den Mehrkosten zu beteiligen (Aufpreis Kleingruppe). Sollte nur ein Platz zum Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl frei sein und die Buchung von zwei Personen gemeinsam eingehen, werden wir die Gruppengröße um eine Person erweitern.

Hinweise zu den Zielarten

Auf unseren Reisen beobachten wir die Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum und können Ihnen nicht garantieren, alle hier aufgeführten Zielarten auf der Tour zu sehen. Unsere Reiseleiter bemühen sich, Ihnen so viele Vogelarten wie möglich zu zeigen.

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