Was erwartet Sie bei den Wasserwanderreisen?

Was erwartet Sie bei den Wasserwanderreisen?

Die Mecklenburgische Kleinseenplatte

Die Mecklenburgische Kleinseenplatte ist neben der Mecklenburgischen Großseenplatte (Müritz, Kölpinsee, Fleesensee, Plauer See) Teil der bekannten Mecklenburgische Seenplatte. Wie auch die Plöner Seenplatte oder die Masurische Seenplatte sind diese Seenlandschaften, wenn auch in völlig unterschiedlicher Ausdehnung, alle Relikte der vergangenen Eiszeit(en). Der Untergrund, die Böden und die Geländeroberfläche sind durch die schweren auflastenden Gletscher, deren Schmelzvorgänge und der damit verbundenen Sedimentation geprägt worden und bestimmen heute noch den Landschaftscharakter dieser Regionen. Dieser wird z.B. durch ein Gewässersystem beschrieben, das im Vergleich zu den europäischen Mittelgebirgen ausgesprochen jung ist. Die Einzugsgebiete der Seen beschränken sich eigentlich auf das direkte Umfeld, da sie keinen Zulauf über ein weit verzweigtes Fluss- und Bachsystem haben. Wenn wir hier so etwas ähnliches wie einen “Bach” oder “Fluss” finden, dann handelt es sich in den allermeisten Fällen um Gräben, die vom Menschen gezogen wurden. Eine der wenigen Ausnahmen ist z.B. die Peene, auch als Amazonas des Nordens bekannt.
Mit dem Beginn der sogenannten Ostkolonisation im 11. Jahrhundert begann der Eingriff in das bis dato natürliche Gewässersystem, um Entwässerungsgräben, (Holz-)Flößergräben oder Zulaufgräben für Mühlenstaue zu schaffen. Erst mit diesen Eingriffen hat der Mensch die Seen und ihre kleinen Binneneinzugsgebiete verbunden. Einem bekannten See können wir in diesem Zusammenhang unsere Aufwartung machen: dem Stechlin See, der zwar in naturräumlichen Zusammenhang mit der Mecklenburgischen Seenplatte steht, aber zu Brandenburg gehört. Dieser See gehört zu unserem Wasserwanderprogramm – Sie werden ihn allerdings nicht mit dem Kanu oder Kajak erreichen. Wir bieten ihn mit einer kleinen Wanderung an. Der See ist weitestgehend isoliert und lebt von den Stoffeinträgen seiner direkten Umgebung, die wiederum durch die Vegetation der kargen tiefgründigen Sanderböden im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land bestimmt werden. Aufgrund einer geringen Primärproduktion im Stoffhaushalt (Trophiegrad) sprechen wir dann von einem annähernd oligotrophen Klarwassersee. Der Große Stechlinsee ist einer der letzten Klarwasserseen Norddeutschlands mit Trinkwasserqualität und einer Sichttiefe von bis zu 11 Meter.

Kanu

Kanu: ist (im Deutschen) der Oberbegriff für alle diese paddelbaren Untersätze, mit Paddelboot wird umgangssprachlich meist ein Kajak bezeichnet.

Kajak

Kajak: Ein ursprünglich von den Eskimos (Inuit) entwickeltes Boot, welches in der Urform aus Holz, Knochen und Tierhaut gebaut wurde. Das Kajak wird sitzend mit den Beinen nach vorn mit einem Doppelpaddel gefahren. Heute werden unsere robusten 1er und 2er- Kajaks allerdings aus Polyethylen gefertigt und sind nahezu unkaputbar. Gesteuert wird mit dem Paddel oder einer Steueranlage, die mit Fußpedalen betätigt wird.

Canadier

Canadier (auch Kanadier): Diese Boote wurden ursprünglich von den Indianern Nordamerikas genutzt und ebenfalls aus Holz und Tierhäuten oder Baumrinden hergestellt. Der Kanadier wird mit dem Stechpaddel und ursprünglich nur im knien gepaddelt. Die heutigen Canadier haben allerdings üblicherweise Sitzbänke und sind ebenfalls aus robusten Kunststoffen gefertigt. Die Bootsgrößen reichen vom 1er bis zu Großgruppenbooten für 20 und mehr Personen, wobei sich für unsere Gewässer Boote für mehr als 4 Personen kaum eignen, sofern man nicht nur auf dem See rumpaddeln will. Der Canadier wird mit dem Stechpaddel mit speziellen Steuerschlägen gesteuert
Die Qual der Wahl

Eine pauschale Antwort gibt es nicht und die persönlichen Vorlieben sind sehr individuell. Prinzipiell gibt es aber Unterschiede: Der Canadier hat üblicherweise ein größeres Raumangebot (wenn man viel Gepäck hat, kann man z.B. problemlos zu Zweit mit einem 4er-Canadier unterwegs sein). Die Sitzhaltung auf Dauer entspannter als im Kajak, sofern man immer wenigstens ein Knie auf den Bootsboden nimmt (Kniestuhleffekt = gerader Rücken). Dafür sitzt man im Kajak mit Spritzdecke und Regenjacke auch im Regen trocken und es ist üblicherweise etwas schneller. Außerdem ist ein Kajak (mit Steueranlage) in der Regel für Anfänger leichter beherrschbar. Neben der “Laufstabilität” ist auch die “Kippstabilität” zu sehen, die bei einem Candier im Regelfall größer ist (s. auch letztes Video).

Am zweiten Tag Ihrer Reise, d.h. am Morgen nach Ihrer ersten Hotelnacht in Mirow, werden Sie um 9:30 Uhr nach dem Frühstück zu der Bootsübergabe nahe am Müritz-Nationalpark nördlich von Mirow mit einem Kleinbus in Ihrem Hotel abgeholt.
Sie fahren zu der Kanustation unserer Kollegen von Paddel-Paul und bekommen dort Ihr Boot mit der entsprechenden Ausrüstung sowie eine kleine Einweisung zum Boot und dem Paddelrevier. Hier haben Sie darüber hinaus auch die Möglichkeit, persönlich Ihre Fragen zum Boot und dem Revier beantworten zu lassen.
Die Kollegen von Paddel-Paul werden Sie dann am letzten Tag morgens nach dem Frühstück um 9:30 Uhr in Ihrem letzten Hotel mit Ihrem Gepäck, dem Boot und der Ausrüstung wieder abholen und zurück nach Mirow zum Standort Ihres Autos oder dem Bahnhof in Mirow.

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